Künstlicher Gelenkersatz am Knie

Als Kniespezialist und Hüftspezialist in Graz führe ich pro Jahr über 200 Gelenksersatzoperationen durch. Eine Knieoperation mittels künstlichen Gelenkersatzes (= K-TEP) kann PatientInnen mit dauerhaften Schmerzen am Kniegelenk wieder zu einem neuen Lebensgefühl verhelfen.

Knieoperation in Graz – Knie-TEP

Entzündungen des Knies in Folge von Überbelastung werden in erster Linie durch Schonung behandelt.

Ist der Knorpelbelag am Kniegelenk jedoch stark beschädigt oder zerstört, lässt er sich nach heutigem Wissensstand durch kein Medikament und keine andere therapeutische Maßnahme wieder aufbauen. Auch die fortschreitende Gelenkschädigung lässt sich nicht umkehren. In diesem Falle ist eine Knieoperation ratsam.

Der Ablauf der Knieoperation durch Ihren Kniespezialisten

Als Kniespezialist in Graz befinde ich mich immer auf dem neuesten Stand der Operationstechnik und bespreche mit Ihnen individuell das für Sie passende Operationsverfahren für Ihre Knie-OP.

Mit einem Oberflächenersatz des Kniegelenkes (Knie-TEP) kann ich ein intaktes, dem natürlichen gesunden Zustand möglichst nahekommendes Gelenk wiederherstellen. Der Gelenkersatz ersetzt dabei die Funktion des ursprünglichen, problemhaften Gelenks. Des Weiteren werden deformierte Gelenksachsen, wie sie beim O-Bein oder X-Bein vorkommen, bei der Knie-OP ebenfalls korrigiert, sodass der operierte Patient nach der OP wieder „gerade Beine“ hat.

Die Knieoperation erfolgt über einen sogenannten minimalinvasiven Zugang, um das Weichteilgewebe bestmöglich zu schonen. Es werden ausschließlich Implantate verwendet, die sich in Studien ausgezeichnet haben und bei denen mit besonderer Langlebigkeit zu rechnen ist. Auf Wunsch kommen auch individualisierte Schnittblöcke oder maßgeschneiderte Implantate für das Kniegelenk zum Einsatz, die nach genauer radiologischer Vermessung spezialangefertigt werden. Durch meine Spezialisierung auf Knie Operationen und besonders Gelenkersatz-Operationen sowie meine schonende Operationstechnik werden die Beschwerden nach der Knie-OP möglichst gering gehalten, um eine schnelle Remobilisation zu erreichen. Es werden durch diese schonende Operation am Knie keine Drainagen mehr verwendet und die Haut wird mit einem Spezialkleber verklebt, sodass keine Nahtentfernung notwendig ist. Ab dem 3. postoperativen Tag kann man im Sanatorium bereits ohne Stützkrücken im Zimmer gehen, nach der Entlassung benötigt man zu Hause keine Gehhilfe, sondern kann sich frei bewegen. Man sollte aber zur Sicherheit außer Haus bis zu 3 Wochen postoperativ Krücken oder Gehstöcke/Walking Stöcke verwenden (schlechte Koordination des Gangbildes nach Operationen).

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Hemischlitten oder Teil-Gelenkersatz des Kniegelenkes

In sehr seltenen und streng zu stellenden Indikationen, wenn nur das innere oder äußere sogenannte Kompartment des Kniegelenkes beschädigt ist und die sonstigen Knorpelüberzüge und Bandstrukturen unversehrt sind, kann ein sogenannter Hemischlitten implantiert werden. Es handelt sich dabei um einen kleinen Oberflächenersatz eines arthrotischen Teilbereiches des Kniegelenkes. Die Technik dieser Knie-OP ist in den letzten Jahren auf Grund der verbesserten Biomechanik und Beweglichkeit der Gelenke und kürzeren postoperativen Rehabilitationsphase immer verlässlicher und sicherer geworden.

Erfahren Sie mehr über den Ablauf einer Operation.

Häufige Fragen zur Knieoperation

  1. Wann ist eine Knieoperation zum endoprothetischen Gelenkersatz notwendig?

Diese Knieoperation wird empfohlen, wenn durch irreversible Abnützung des Knorpels anhaltende Schmerzen und Bewegungseinschränkungen trotz konservativer Maßnahmen wie Physiotherapie, Infiltrationen oder medikamentöser Therapie bestehen und die Lebensqualität deutlich eingeschränkt ist. Letztlich ist es eine individuelle Entscheidung aufgrund der Beschwerden der PatientInnen.

  1. Was sind die Indikatoren für eine Knieprothese?

Die Entscheidung für eine Knieprothese hängt grundsätzlich von zwei wichtigen Faktoren ab:

Die Wissenschaft muss eine Operation erlauben. Das bedeutet, dass die Arthrose so weit fortgeschritten ist, dass andere operative Verfahren wie z.B. eine Arthroskopie keine ausreichende Verbesserung mehr bringen können.

Ebenso entscheidend ist, wie stark Sie im Alltag beeinträchtigt sind:

  • Sie haben konservative Therapien (z. B. Physiotherapie, Medikamente oder Infiltrationen) bereits ausgeschöpft
  • Sie leiden weiterhin unter Schmerzen oder Bewegungseinschränkungen
  • Ihre Lebensqualität ist deutlich eingeschränkt
  • Sie wünschen eine nachhaltige Verbesserung durch eine Operation

Die Entscheidung für eine Knieprothese treffen wir gemeinsam mit Ihnen.
In unserer Ordination nehmen wir uns Zeit für eine ausführliche Beratung, um Ihre individuelle Situation genau zu besprechen.

  1. Welche Beschwerden sprechen für eine Knieoperation (Knie-TEP)?
  • Knieschmerzen bei Belastung oder in Ruhe
  • Anlaufschmerzen
  • Plötzliches Auslassen des Beines beim Gehen („Giving Way Symptomatik“)
  • nächtliche Knieschmerzen
  • reduzierte Gehstrecke
  • eingeschränkte Beweglichkeit
  • Steifheit oder Instabilitätsgefühl im Knie
  • Achsfehlstellungen (O- oder X-Beine)
  1. Wie sieht das Implantat einer Knieprothese aus?

Bei den modernen Implantaten, die ich verwende, handelt es sich um einen sogenannten Oberflächenersatz.
Das bedeutet, dass die geschädigte Gelenkoberfläche ersetzt und mit dem Implantat überzogen wird.

Dabei wird die ursprüngliche Anatomie des Kniegelenks nachgestellt und wieder hergestellt – ganz so, wie Sie ihr eigenes Knie viele Jahre lang durch Ihr Leben brachte.

  1. Wie läuft eine Knie-TEP ab?

Die geschädigten Gelenkflächen des Kniegelenks werden entfernt und durch eine moderne, biokompatible Oberfläche ersetzt. Die Operation wird von mir ausschließlich gewebeschonend durchgeführt. Ziel ist eine präzise Implantation unter bestmöglicher Schonung von Muskeln, Sehnen und Weichteilen.

Die Dauer der Knieoperation beträgt in der Regel etwa 60 Minuten.

  1. Über welche Zugänge zum Operationsgebiet kann die Knieoperation erfolgen?

Der Zugang erfolgt über die Vorderseite des Kniegelenks. Die genaue Technik wird individuell an Ihre anatomischen Gegebenheiten angepasst.

  1. Was sind die Vorteile moderner, gewebeschonender Operationstechniken bei Kniegelenkoperationen?

Zu den Vorteilen zählen ein geringeres Weichteiltrauma, weniger postoperative Schmerzen, ein reduzierter Blutverlust sowie eine schnellere Mobilisation. Muskeln, Sehnen, Nerven und Knochensubstanz werden bestmöglich geschont. Zudem ergibt sich ein ästhetisch ansprechenderes Narbenbild. Es gibt keine Naht- oder Klammerentfernung, es wird wie in der ästhetischen Chirurgie unter der Haut genäht, diese Fäden lösen sich auf und werden vom Körper abgebaut.

  1. Welche Narkose wird verwendet?

Die Narkose wird prinzipiell von den PatientInnen frei gewählt. Je nach medizinischer Notwendigkeit kann die Operation in Vollnarkose oder in Spinalanästhesie (Rückenmarkanästhesie) durchgeführt werden.

  1. Wie lange dauert der Krankenhausaufenthalt?

Der stationäre Aufenthalt beträgt in der Regel etwa 5 Tage, abhängig von Mobilität, Allgemeinzustand und Begleiterkrankungen.

  1. Kommt man nach dem Krankenhausaufenthalt gleich nach Hause?

Das wird mit den PatientInnen vor der Operation besprochen. Wenn die PatientInnen zu Hause keine ausreichende Versorgung haben, wird ein Aufenthalt in einer Remobilisationseinheit von meiner orthopädischen Ordination in Graz organisiert.

  1. Wie lange dauert die Heilung nach einer Knieoperation?

Die PatientInnen dürfen ab dem 2. postoperativen Tag im Krankenzimmer frei ohne Krücken gehen.
Ziel ist es, nach Entlassung zu Hause in den eigenen Räumlichkeiten ohne Gehhilfen mobil zu sein. In den ersten zwei Wochen sollte außer Haus mit Unterarmstützkrücken im 4-Punktegang (wie beim Nordic Walking) gegangen werden. In der 3. postoperativen Woche kann man bereits versuchen, mit Nordic Walking Stöcken außer Haus zu gehen. Alles richtet sich jedoch nach dem individuellen Heilungsverlauf der PatientInnen. Jeder Mensch hat seine Geschwindigkeit, auch in der Rehabilitationsphase.  Die vollständige Heilung dauert etwa 3 Monate, sportlich intensivere Belastungen sind meist nach 3 bis 6 Monaten möglich.

  1. Wann darf man wieder Auto fahren?

In der Regel nach 3 bis 4 Wochen, sobald das operierte Bein wieder sicher, koordiniert und kontrolliert eingesetzt werden kann. Die Freigabe erfolgt im Rahmen eines Termins bei mir in der Ordination.

  1. Wann kann ich wieder arbeiten gehen?
  • Homeoffice: ist bald nach der Entlassung aus dem Spital möglich
  • Büroarbeit: nach ca. 3–6 Wochen
  • leichte körperliche Arbeit: nach ca. 2–3 Monaten
  • schwere körperliche Arbeit: individuell abhängig
  1. Wie lange müssen Unterarmstützkrücken verwendet werden?

Im Durchschnitt für 2–4 Wochen für Wege außer Haus. In den eigenen vier Wänden können PatientInnen bereits wenige Tage nach der Operation ohne Krücken gehen.

  1. Welche Risiken hat eine Knieoperation?

Mögliche Risiken sind Infektionen, Blutgerinnsel, eingeschränkte Beweglichkeit, Nervenreizungen oder eine Lockerung der Prothese. Durch moderne Operationstechniken treten diese Komplikationen jedoch äußerst selten auf.

  1. Welche Art von Knieprothese wird verwendet?

Es kommt zur Verwendung eines modernsten Oberflächenersatzes, der intraoperativ individuell an die anatomischen Gegebenheiten angepasst wird. Durch den minimalinvasiven Eingriff wird sehr gewebeschonend gearbeitet und somit einen schnelle Remobilisation gewährleistet.

In speziellen Fällen kann auch eine Hemischlittenprothese (Teilprothese) verwendet werden.

  1. Wie lange hält eine Knieprothese?

Studien anhand des Endoprothesenregisters zeigen, dass mit einem Ausfall der Knieprothese im Sinne von Zweiteingriffen durch alle Ursachen zusammengezählt nach 10 Jahren der Prozentsatz bei etwas über 5% liegt. 95 % der Knietotalendoprothesen sind daher intakt.

Nach 20 Jahren sind ca. 90%, nach 40 Jahren 80% intakt. Der Verschleiß ist dabei minimal. Die häufigsten Revisionsgründe sind Stürze und Knochenbrüche, sowie Spätinfekte durch zum Beispiel einen eitrigen Zahn, der noch Jahre später auf die Prothese Bakterien streuen kann.

  1. Gibt es Alternativen zur Operation?

Vor der Entscheidung zur Knieoperation sollten konservative Therapiemöglichkeiten ausgeschöpft werden. Dazu zählen Physiotherapie, Infiltrationen, intraartikuläre Injektionen (z. B.Hyaluronsäure), Gewichtsreduktion und Schmerztherapie. Führen diese Maßnahmen zu keiner ausreichenden Beschwerdelinderung, wird die Operation empfohlen.

  1. Wie läuft die Nachbetreuung  bei einer Knieoperation ab?
  • regelmäßige Kontrollen in meiner orthopädischen Ordination in Graz
  • auf Wunsch Organisation eines Aufenthaltes in einer stationären Remobilisationseinheit
  • persönlich abgestimmte Therapie in meinem Ambulatorium mit Fast-Track-Konzepten, die eine schnelle Remobilisation ermöglichen
  • Organisation von Krankentransporten zu Verbandwechselterminen und zur Physiotherapie und retour nach Hause
  • strukturierte und individuelle Aufbaupläne für Alltag und Sport
  • Falls erwünscht, Organisation eines stationären Rehabilitationsaufenthaltes etwa 6 Wochen postoperativ
  • Telefonische Erreichbarkeit beim Auftreten von unerwarteten Beschwerden
  1. Welche Aktivitäten sind nach der Knie-OP mit der Knieprothese erlaubt?

Nach Rücksprache mit mir als Ihren behandelnden Knieoperateur sind Sportarten mit zyklischen Bewegungen wie Radfahren, Nordic Walking, etc. empfehlenswert und bereits frühzeitig postoperativ durchführbar. Zu vermeiden sind alle Sportarten mit hohem Impact (wie Sprungsportarten) und jene mit Gefahr eines Hochgeschwindigkeitstraumas, welches zu einem Bruch eines Knochens am Bein führen kann.

Vor der Knieoperation bereits gut beherrschte Sportarten wie Schifahren, Tennis, Golf etc. sind ca. 3 Monate postoperativ wieder möglich.

Telefonische Terminvereinbarung

Für einen Termin in unserer Praxis bitte ich Sie, sich bei uns zu melden. Wir sind unter der folgenden Nummer für Sie erreichbar.

Montag bis Donnerstag: 8:00–14:00
Freitag: 8:00–12:00